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22. Juli 2008 2 22 /07 /Juli /2008 20:11
Es gibt viele Leute, die leben blind in den Tag hinein und haben Illusionen vom Leben, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Ich meine wer denkt, dass man mit einer Schnapsidee, nicht wirklich Geld, keinen Sprachkenntnissen und auf gut Glück irgendwo anders das perfekte Leben finden kann, der ist meiner Meinung nach nicht unbedingt ganz dicht im Kopf. (Mein Kopf ist wohl dicht, sonst wäre wohl schon lange die überschüssige Flüssigkeit abgelaufen)

Manche von Euch werden jetzt sagen, dass sicherlich ein bißchen Glück und Mut zu so einem Schritt gehört, aber das tut es zu so vielem anderen auch. Ich meine man muss nicht immer bis ans andere Ende der Welt gehen um für sich das perfekte Leben zu finden. Viele Menschen sehen das schlechte immer nur in ihrem Umfeld, jedoch nie bei sich selbst. Dass das Leben vielleicht nicht perfekt ist, weil man selbst nicht perfekt ist, fällt selten jemandem auf. Leute, die die Vision vom perfekten Leben haben sind meiner Meinung nach eh nur Illusionäre. Wenn ich mein Leben anschaue ist es alles andere als perfekt. Es ging schon "unperfekt" los mit meinem Schlüsselbeinbruch an der Geburt. Meine 5 weiteren Schlüsselbeinbrüche, meine zwei Löcher im Kopf, zig gebrochene Finger aus meiner aktiven Basketballzeit, meine Speiseröhren OP, mein geplatzer Blinddarm und und und haben sicherlich nicht gerade ein perfektes Leben gefordert. Die Sache mit meinem Untermieter im Oberstübchen jetzt gerade auch nicht wieder.

Viele Menschen haben in der letzten Zeit zu mir gesagt, dass sie nicht verstehen, dass ich momentan so ruhig, auch auf eine gewisse Art so gefühllos in Sachen Zyste bin. Manche halten mich für nicht ganz richtig im Kopf, weil es keinem normalen Menschen, in ihren Augen so "egal" wäre wie es mir in ihren Augen gerade ist.

Wisst ihr so eine Zeit wie jetzt ist interessant. Es gibt mir immer wieder neue Aufschlüsse über das, was manche doch von mir denken. Außerdem lernt man auch, wie manche Menschen damit überfordert sind, dass "nur" ein Bekannter etwas nicht alltägliches besitzt.

Ich für meinen Teil habe mich mit der Situation (bis auf die Haargeschichte, aber das dürftet ihr wohl durch meine letzten Einträge schon gemerkt haben) abgefunden. Ich meine was habe ich momentan für Alternativen? Ich könnte mich verrückt machen, mich selbst bemitleiden, wie schlimm doch alles ist, wie unfair die Welt doch zu mir ist und mich einfach in ein Zimmer einschließen und den ganzen Tag heulen. Oder ich könnte mir täglich Sorgen machen, versuchen nichts unüberlegtes zu machen, still meinen Alltag abspulen und ansonsten einfach nur nix machen und warten bis die OP ist. Oder als ganz andere Variante versuchen das Beste aus der Situation zu machen, das machen worauf ich Lust habe, was mir Spaß macht. Ab und an dabei auch unüberlegt, spontan handeln, offen über das ganze Thema reden, versuchen mich vor dem ganzen OP Stress zu entspannen und dann, wenn es soweit ist einfach sich auf die Ärzte und ein bisschen Beistand von oben verlassen.

Ich persönlich bevorzuge die dritte Variante. Jetzt nicht, weil ich, wie viele meinen alles verdrängen will. Nein ganz bestimmt nicht. Es wird nicht die erste schwere und heikle OP in meinem Leben und ich würde fast behaupten, dass ich immer noch lebe. Ich habe mich ausführlichst über die ganze Sache informiert. Ich weiß wie es aussieht, was die Ärzte tun können und wie gut meine Chancen sind danach ein einigermaßen sorgenfreies Leben zu führen. Was will ich denn mehr? Ich habe bewusst meinen OP Termin erst im September gewählt. Wenn die Zyste so unvorhergesehen meint in meinem Leben auftauchen zu müssen, dann muss sie halt warten. Da das Ärztetechnisch gesehen auf diese 10 Wochen Verzögerung jetzt auch nicht darauf ankommt ist das aus meiner Sicht verantwortlich. Ich möchte einfach noch Urlaub haben, möchte umziehen und die neue Wohnung in Ruhe genießen und einrichten, ich möchte bei meinem Patenonkel auf der Silberhochzeit dabei sein, und und und. Ich habe einfach momentan keine Zeit zum operiert werden, ganz einfach.

Wenn ich eines in meinem Leben bisher gelernt habe, dann ist es das, dass es bei manchen Sachen berechtigt ist sich Gedanken zu machen. Es muss aber nicht immer gleich in Sorgen ausarten. Wenn sich zu viele Menschen um einen drum herum Sorgen machen färbt die Stimmung irgendwann ab und man wird depressiv. Und das ist nicht wirklich förderlich. Oma sagte mal zu mir, dass man sich mit seinem Leben abfinden muss und versuchen soll das Beste daraus zu machen. Gott wollte, dass ich die Michaela Bergmann (gut, jetzt Estler) werde, die ich bin. Mit allen Ecken, Kanten, Krankheiten und Narben. Wenn das Leben glatt läuft wird es mit der Zeit langweilig. Man kann sich nicht mehr an den kleinen Dingen des Lebens freuen, man verlernt sonst auf eine gewisse Art und Weise Mensch zu sein.

Es sind schon so viele Menschen in meinem Leben so unvermittelt und unverhofft überraschend aus dem Leben gerissen worden. Man steckt nie drin! Und das weiß jeder von uns. Viele wollen das einfach nicht wahr haben. Es kann bei jedem immer und überall zu Ende sein. Ich hab mir als Vorsatz gesetzt, dass ich dann wenigstens bei allen Menschen das Gefühl hinterlassen möchte, dass ich mein Leben gelebt habe und Spass daran hatte. Und das auch in schwierigen Situationen.

Denkt mal darüber nach was über Euch später mal gesagt werden soll. Es lohnt sich!

In diesem Sinne noch einen schönen Abend!
Michaela

P.S.: Fazit des Tages -
Die Menschen werden nicht von den Dingen, sondern von den Meinungen über die Dinge geleitet.

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Published by Michaela - in Alltägliches
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