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9. Dezember 2008 2 09 /12 /Dezember /2008 21:35
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich heute Abend hier jetzt schreiben kann, wie toll doch alle zufrieden sind mit meinem Heilungsprozess in Sachen Kopf und dass sich die Gedächtnislücken durch dies und jenes einfach erklären lassen. Tja, schön wäre es gewesen. Statt dessen sitze ich hier wirklich gefrustet zu Hause mit höllischen Kopfschmerzen und nicht wirklich um irgendwelche aufschlussreiche Erkenntnisse reicher.

Ich werde Euch aber mal zum besseren Verständnis alles von der Nachuntersuchung heute aufschreiben:
Heute Morgen sind Hansi und ich nach Ravensburg in das St. Elisabeth Krankenhaus gefahren da dort um 10 Uhr meine geplante Nachuntersuchung stattfinden sollte. Dort angekommen wurden wir auch direkt zu der Abteilung geschickt wo Kernspintomographien gemacht werden. Da mussten wir dann erst einmal ne gute halbe Stunde warten bis ich dran kam. Ich also auf den Röhrentisch gelegen, eine Kopfmaske um bekommen (ich darf ja bei der Geschichte meinen Kopf nicht bewegen, da ansonsten die Bilder nicht aussagekräftig sind) und dann gib es ab in die Röhre. Ich weiß ja jetzt nicht wer von Euch alles schon einmal eine Kernspintomographie bekommen hat. Fakt ist, dass diese Maschinen höllen laut sind und auch echt kirre machende Geräusche (ein Klopfen, ein Docken, ein Piepen und was weiß ich nicht alles) fabriziert. Und wenn man dann die Kernspinuntersuchung auch noch direkt am Kopf hat (sprich in Ohren Nähe) kann das Ganze dann echt unangenehm werden. Da helfen selbst die Kopfhörer rein gar nix, die man auf bekommt. Und in dem Ganzen Spaß musste ich dann ne gute viertel Stunde liegen. Schrecklich. Wirklich nur schrecklich!

Nach der ganzen Geschichte hatte ich dann erst einmal ein ordentliches Kopfbrummen. So richtig volles Programm. War mir aber schon halb klar, dass mein Gehirn auf diese Kernspinparty nicht so unbedingt ausgiebige Lust hat.
Hansi und ich sind dann wieder hoch in die Neurochirugische Ambulanz. Dort hatte ich dann das Vergnügen Dr. Fijen, der mich damals zusammen mit Fr. Dr. Knöller operiert hatte, wieder zu sehen. (ihr könnt hier mal klicken und dann rechts weiter unten die Bilder von den Ärzten sehen die mich operiert haben). Dr. Fijen ist ein wirklich klasse Arzt. Ich habe ihn noch nie gestresst oder schlecht gelaunt erlebt. Vor allen Dingen erklärt er einem immer ganz genau und auch noch sehr gut verständlich was Sache ist. Ich war wirklich froh, dass er heute in der Ambulanz Dienst hatte. Er konnte sich auch gleich gut an mich und meinen Untermieter erinnern, da er damals nach der OP schon viel mit mir gesprochen hatte, auch über die Risiken, Operationsverlauf und was weiß ich nicht alles. Er hatte Hansi und mich dann in einen Raum gerufen, in dem auf zwei Bildschirmen Kernspinbilder von meinem Kopf zu sehen waren. Auf dem linken sah ich Bilder vor der OP und auf dem rechten Bilder von der heute gemachten Kernspintomographie. Es sind schon Unterschiede zu erkennen, doch ich muss leider sagen, dass die Zyste nach wie vor noch nicht so klein ist.

Ich war ehrlich gesagt etwas schockiert als ich das gesehen habe. Ich hatte irgendwelche "Visionen", dass da jetzt nur noch minimal eine kleine Zyste vorhanden wäre und mein Gehirn sich da auch schon gut wieder ausgebreitet hätte. Aber Pustekuchen!
Die Hirnmittellinie ist nach wie vor verschoben, mein Gehirn hat sich nur minimal ausgedehnt und die Zyste braucht doch immer noch schön viel Platz. Theoretisch bräuchte sie weniger Platz, aber die Sache ist halt die, dass, so lange sich mein Gehirn nicht wieder ausbreitet und sozusagen "Druck" auf die Zyste ausübt, die auch nicht weiter zurückrücken und noch mehr Wasser ablassen wird.
Dr. Fijen hat mir auf den Kernspinbildern auch gezeigt, dass bei meiner linken Hirnhälfte sich ein Hirnlappen gar nie gebildet hat, spricht fehlt. Die Zyste ist definitiv angeboren und sie hat damals schon so viel Platz eingenommen, dass mein Gehirn auf der linken Seite nie die Möglichkeit hatte sich voll zu entwickeln. Das ist bei Kleinkindern Gott sei Dank nicht ganz so schlimm, da in jungen Jahren der Körper das selbst regelt und kompensieren kann, sprich die Hirnfunktionalitäten, die eigentlich für den Hirnlappen, der gar nicht existiert, gedacht war wird einfach auf einen anderen Hirnlappen zugeteilt, der dann diese Funktion zusätzlich übernimmt. Deshalb bin ich doch einigermaßen "normal" denkend groß geworden.

Naja lange Rede kurzer Sinn: Es sind Veränderungen ersichtlich seit der OP und der Heilungsfortschritt ist ok. Es könnte allerdings auch besser sein. Dr. Fijen hat ausdrücklich gesagt, dass das Ziel sein muss, dass meine Hirnmittellinie gerade wird und mein Gehirn sich deutlicher ausbreitet und von der Zyste noch mehr Raum zurück fordert. Die Thematik ist, dass das eigentlich schon jetzt hätte deutlicher erkennbar sein müssen, als es jetzt heute auf den Kernspinbildern der Fall war. Ich muss jetzt in drei Monaten wieder hin. Dann wird wieder eine Kernspintomographie gemacht. Und bis dahin muss sich in meinem Oberstübchen noch deutlich was geregt haben und weitaus mehr Besserung zu sehen sein wie heute. Sollte dies nicht der Fall sein, dann (Zitat Dr. Fijen) "müssen wir uns was überlegen".

Wegen der Gedächtnisgeschichte und dem ständigen Kopfanschlagen konnte keine Ursache ermittelt werden. Dr. Fijen hat gesagt, dass jetzt erst gut zwei Monate seit der OP vergangen sind. Das sei einfach für so etwas noch keine Zeit. Und mein Kopf bzw. mein Gehirn wird auch noch eine Weile damit beschäftigt sein, ein neues inneres Gleichgewicht zu finden. Das beinhaltet auch unterschiedliche Phasen, wo es neu lernen muss. Und ich bin jetzt halt gerade in so einer Phase wo mein Kurzzeitgedächtnis neu programmiert werden muss. Ohne ein bisschen "Mitarbeit" wird sich das Gedächtnisproblem nicht von selbst lösen. Ich werde jetzt sukszessive das Gehirn trainieren müssen. Trainieren in soweit, dass es gewisse Dinge besser einschätzen kann (gefährlich oder nicht, weit entfernt oder nah) und dass ich mir Dinge wieder merken kann, selbst wenn ich dazwischen mal noch etwas anderes tun sollte. Mal schauen ob sich dann in der Hinsicht Erfolge und auch Fortschritte einstellen sollten. Wir werden sehen. Das von mir so hoch geliebte Wort "Geduld" spielt hierbei jetzt eine immense Rolle.

Ich darf momentan nicht mehr so viel von meinem Kopf erwarten und voraussetzen. Ich bin wohl zu schnell wieder in meinen normalen Alltag zurückgekehrt. Nur das mein Kopf vielleicht doch etwas mehr Zeit brauchen könnte hatte ich bisher ehrlich gesagt nicht so wirklich bedacht. Vielleicht wollte ich das bisher auch nicht so wirklich wahr haben, ich weiß es nicht. Ich denke ich brauche nicht sagen, dass Geduld noch nie auch wirklich annährend meine Stärke war.
Der beste Weg ist es jetzt mit meinem Kopf mal auf Tauchgang zu gehen. Ich muss erst mal für mich selbst mit ihm ins "Reine" kommen und mir klar werden wie weit ich schon belastbar bin und nach Vorne gehen kann. Und wenn das im Einklang ist wird sich der ganze Rest wohl auch von selbst einstellen.

Ja ja das war wieder so ein kleiner Wachrüttler heute. Ich überlege gerade, ob ich das jetzt gebraucht habe, sprich ob das nötig war oder wieso das mich jetzt doch so sehr frustriert. Ich war eigentlich der Meinung, dass ich meinem Kopf wirklich genug Zeit gebe. Aber da habe ich mich wohl wirklich getäuscht, leider

Wisst ihr welches Lied heute wirklich zu meiner Stimmung passt? Von der Gruppe "ich und ich" das Lied "Stark". Der Text dazu könnte gerade wirklich von mir kommen.
Hier könnt ihr das Lied anhören und auch das Video dazu anschauen. Ich find es wirklich zu passend.




Die für mich passendsten Textzeilen sind folgende:

Ich frage gerade dich: Macht das alles einen Sinn?
Mein Leben ist ein Chaos, schau mal genauer hin.

Und du glaubst ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst ich hab alles im Griff und kontrollier was geschieht.
Aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.

(...)

Niemand sieht mir an, wie verwirrt ich wirklich bin.
Ist alles nur Fassade, schau mal genauer hin.

Und du glaubst ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst ich hab alles im Griff und kontrollier was geschieht.
Aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
Ich steh nur hier oben und sing mein Lied.


Ihr könnt Euch das Lied ja mal wirklich bewusst anhören. Ich finde es wirklich toll. Überhaupt finde ich die Musik von "Ich und Ich" sehr gut. Auch irgendwo für manche Lebenssituationen echt so "real". Da hört man die Lieder und denkt auf einmal "He genau so geht es mir gerade auch"


Das war mal mein Bericht für heute. Wie ihr seht war schon nicht gerade wenig geboten. Ich werde jetzt noch ein bisschen Musik hören und dann auch bald schlafen gehen. Morgen ist von unserer Abteilung aus Weihnachtsfeier. Ein bisschen Ablenkung nach all dem Trubel heute. Wird sicherlich nicht schlecht. Auch wenn bestimmt einige Leute fragen werden, wie es mir denn jetzt so geht usw. Aber das ist menschlich und ich kann es ihnen ja nicht verübeln.


Ich wünsche Euch noch einen angenehmen Dienstag Abend. Ob ich morgen schreiben werde weiß ich noch nicht genau. Kommt drauf an wie es meine Zeit abends noch zulässt und wann ich wieder zu Hause bin.


Liebe Grüße

- Michaela


P.S.: Fazit des Tages - Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören. Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen. Und Glück ist die gute Fee, die aufpasst, dass wir dabei nicht ins stolpern geraten.

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"Ja es gibt sie noch: die Sonne!"

Vielleicht lacht sie heute vom Himmel - dann nehme ich sie ganz bewusst wahr und halte mein Gesicht mit geschlossenen Augen in ihr Licht. Ist sie nicht da, so weiß ich doch, dass sie hinter den Wolken auf mich wartet, und ich stelle mir einfach vor, wie sie durch die Wolkendecke ihre Wärme zu mir schickt.


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